Das 1994 gegründete Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin ist eines von mehr als 80 Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft. Seit seiner Gründung erweitert das Institut die Grenzen des Fachgebiets der Wissenschaftsgeschichte kontinuierlich: durch die kritische Auseinandersetzung mit grundlegenden Konzepten, die Förderung des interdisziplinären Dialogs und die Entwicklung innovativer Forschungsmethoden.
Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Frage nach der Produktion, Zirkulation und Transformation von Wissen über Raum und Zeit. Wir untersuchen die Praktiken, Institutionen und Infrastrukturen, durch die wissenschaftliche Fragestellungen Gestalt annehmen. Dabei analysieren wir, wie wissenschaftliche, technologische und medizinische Praktiken auf soziale, politische und materielle Ordnungen wirken und selbst von ihnen beeinflusst werden. Unsere Forschung widmet sich der Geschichte des Wissens in ihrer globalen Vielfalt und über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg. Ihre spezifischen Schwerpunkte werden durch die Forschungsprogramme der Abteilungen und Forschungsgruppen des Instituts bestimmt.
Photo: © 2017 www.setform.de.
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Das Institut besteht derzeit aus zwei Abteilungen: „Knowledge Systems and Collective Life“ (KSCL, Direktor Etienne Benson) und „Artifacts, Action, Knowledge“ (AAK, Direktorin Dagmar Schäfer). Die Direktor:innen führen das Institut gemeinsam, wobei die Funktion der geschäftsführenden Leitung unter ihnen rotiert. Ehemalige Direktor:innen des Instituts sind Lorraine Daston, Jürgen Renn und Hans-Jörg Rheinberger.
Am Institut ist die dauerhaft eingerichtete Gruppe „China in the Global System of Science“ unter der Leitung von Anna Lisa Ahlers angesiedelt; zudem beherbergt es mehrere unabhängige Forschungsgruppen. Seit 2022 ist die Internationale Max Planck Research School „Knowledge and Its Resources: Historical Reciprocities“ (IMPRS-KIR) Teil des Instituts mit einem gemeinsamen Graduiertenprogramm mit der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin. Darüber hinaus pflegt das Institut zahlreiche Kooperationen mit Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt.
Die Forschung am Institut wird von administrativen und wissenschaftlichen Service-Teams in den Bereichen Bibliothek, Digital Humanities, IT-Service, Wissenschaftskommunikation- und Management und Verwaltung sowie von weiteren Fachkräften in den Abteilungen und Forschungsgruppen unterstützt. Wir fördern ein einladendes und integratives Umfeld, in dem Mitarbeiter:innen und Gäste aus aller Welt gemeinsam die Vergangenheit der Wissenschaft erforschen, um ihre Gegenwart und Zukunft kritisch zu reflektieren.
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B.