IMPRS

International Max Planck Research School

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Wissenschaftliche Koordinatorin, IMPRS

Sophie Schwarzmaier

Am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) wird 2022 mit der International Max Planck Research School on „Knowledge and Its Resources: Historical Reciprocities“ (IMPRS-KIR) eine neue internationale Graduiertenschule zum Thema der historischen Wechselwirkungen zwischen Wissen und Wissensressourcen starten. Dort sollen Promovierende der Wissenschafts-, Technik- und Medizingeschichte und -theorie (HPSTM: History and Philosophy of Science, Technology, and Medicine) darin ausgebildet werden, Wissen, Ressourcen des Wissens sowie die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Kategorien zu analysieren. Die Graduiertenschule ist ein Gemeinschaftsprojekt des MPIWG mit der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Berliner Zentrums für Wissensgeschichte.

An der IMPRS-KIR wird es insgesamt 15 Promotionsstellen geben, die erste Kohorte von fünf Studierenden soll am 1. September 2022 starten. Im Zentrum des Curriculums wird die historisch-politische Epistemologie stehen, ein Ansatz, der zeigt, wie Wissen historisch geprägt wird und wie politische Systeme, technische Infrastrukturen und soziale Interaktion die Ressourcenökonomie von Wissenskulturen prägen. Die Ausschreibung für die Promotionsstellen erfolgt im Herbst 2021.

Mit den Dissertationen wird die Wissensgeschichte an den Schnittstellen wissenschaftlicher Disziplinen neu gestaltet. Auf der einen Seite stehen die Wissenschafts-, Technik- und Medizingeschichte und -theorie, auf der anderen Regionalstudien und Global Studies, Medienwissenschaften, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Umweltstudien und Digital Humanities. Die Studierenden werden darin geschult, innovative Forschungsmethoden anzuwenden und werden zu Fachgrößen ausgebildet, die in der Lage sind, die dringend benötigte vergleichende Perspektive, Reflexion und historische Tiefe in die Gestaltung und Erhaltung von Wissensgesellschaften in einem breiten Spektrum von Berufsfeldern weltweit einzubringen, egal ob im Journalismus, in sozialen Medien, Kunst, Museen und Archiven oder im Bereich Wissenschafts- und Bildungspolitik.

Eine neue Kooperation für das Berliner Zentrum für Wissensgeschichte

Die IMPRS-KIR erweitert die Arbeit des 2011 eröffneten Berliner Zentrums für Wissensgeschichte, einer Kooperation zwischen dem MPIWG und Berliner Universitäten (Freie Universität, Humboldt-Universität und Technische Universität). Unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungen in der Wissenschaftsgeschichte und anderen geistes- und naturwissenschaftlicher Disziplinen wird die IMPRS-KIR das Ziel des Berliner Zentrums weiterentwickeln, die Wissensgeschichte als Disziplin in Lehre und Forschung langfristig zu verankern und eng zu vernetzen.

Fakultät der IMPRS-KIR

Die Fakultät der neuen IMPRS-KIR setzt sich aus Professorinnen und Professoren aller Berliner Universitäten zusammen und bringt erstmalig ihre Expertise aus Disziplinen wie Kunstgeschichte, Wissenschafts- und Technikgeschichte, Medienwissenschaft, Archäologie und Sinologie zusammen. Dazu gehören: Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum (FU), Prof. Dr. Peter Geimer (FU), Prof. Dr. Anke te Heesen (HU), Prof. Dr. Christine von Oertzen (MPIWG/HU, Co-Sprecherin), Prof. Dr. Jürgen Renn (MPIWG/FU), Prof. Dr. Dagmar Schäfer (MPIWG/TU, Sprecherin), Prof. Dr. Friedrich Steinle (TU), Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk (HU, Co-Sprecherin für Universitäten, erstes Jahr) und Prof. Dr. Heike Weber (TU).

Zusammenarbeit mit internationalen Partneruniversitäten

Die IMPRS-KIR dient nicht nur zur Kooperation zwischen den Berliner Universitäten, sondern wird mit Partnerinstituten auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, beispielsweise mit der University of Pennsylvania (Department of History and Sociology of Science) oder dem Singapore STS Consortium bestehend aus der Nanyang Technological University (NTU), der National University of Singapore (NUS) und der Singapore University of Technology and Design (SUTD).