Nachwuchs-Wissenschaftler/in (GMPG)

Einsendeschluss
März 06, 2016
Anfragen

Rückfragen zur Bewerbung richten Sie bitte an Frau Kristina Schönfeldt vom Forschungsprogramm Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, 14195 Berlin, an dieselbe Email-Adresse (gmpgoffice@mpiwg-berlin.mpg.de).   

Für administrative Fragen zur Position kontaktieren Sie bitte die Verwaltungsleiterin des Instituts, Frau Claudia Paaß (paass@mpiwg-berlin.mpg.de).

Adresse

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, 14195 Berlin

Das Forschungsprogramm zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft (GMPG) schreibt zum nächst möglichen Zeitpunkt eine Stelle für eine/n Nachwuchs-Wissenschaftler/in (Postdoktorand/in oder Doktorand/in) im Forschungsgebiet der

Geschichte der Verhaltens-, Neuro- und Kognitionswissenschaften

für die Dauer von zunächst 2 Jahren aus.

Das Forschungsprogramm zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat vom Präsidenten der MPG den Auftrag erhalten, die Geschichte der Gesellschaft von der Gründung im Jahre 1948 bis 2002 erforschen. Die Biologie und die Lebenswissenschaften sind für die MPG zwei der zentralen und institutsübergreifend angelegten Forschungsfelder, an deren Beispiel das Forschungsprogramm Fragen der Ausdifferenzierung von Forschungsgebieten und wissenschaftlichen Innovationen untersuchen kann. Hierzu zählen unter anderem auch die Verhaltens-, Neuro- und Kognitionswissenschaften (VNK).

Die VNK werden teils den Biowissenschaften, der Medizin oder den Geisteswissenschaften zugerechnet. Gemeinsam ist ihnen zum einen, dass sie Kernthemen menschlicher Selbstverständigung umschreiben. Durch ihre thematische Überlappung und gemeinsamen gesellschaftlichen Bezüge bilden sie zum anderen eine Schnittfläche zwischen Naturwissenschaften, Medizin und Gesellschaftswissenschaften. Sie sind daher für das Forschungsprogramm von besonderem wissenschaftlichem Interesse, zumal sie auch Bereiche sind, die durch die Beteiligung von Psychiatern an Menschenversuchen und Krankenmorden im Nationalsozialismus als historisch belastet gelten, und daher einer besonderen Aufmerksamkeit des Forschungsprogramms bedürfen. 

Zu den für das Forschungsprogramm wichtigen Fragestellungen im Bereich der VNK-Wissenschaften gehören:

  • Wie hat sich in den VNK das Verhältnis der akademischen Kulturen (Geistes- und Naturwissenschaften) entwickelt?
  • In welcher Weise spiegeln sich gesellschaftlich relevante Themen wie psychosoziale Entwicklung, Devianz, Sucht, Kriminalität oder Enhancement in der MPG-Forschung wider?
  • Welche Bedeutung hatte die klinische Forschung innerhalb der MPG und welche Entwicklung nahm sie: zum einen im Verhältnis zur tierexperimentellen Forschung und zum anderen mit Blick auf ihre ethische Verfasstheit?
  • Wie gestaltete sich im Fall der VNK die Vergangenheitspolitik der Max-Planck-Institute und der MPG?

Anforderungsprofil: Um den Beitrag der Neuro-Hirn- und Kognitionsforschung innerhalb der MPG adäquat kontextualisieren zu können, wird das Forschungsprogramm zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Postdoktoranden- oder Doktoranden-Stelle für die Dauer von zwei Jahren in diesem Bereich ausschreiben. Es besteht die Möglichkeit zur Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die Forschungsergebnisse werden zu einem Syntheseband des Forschungsprogramms zur Geschichte der MPG beitragen.

Angesprochen sind Bewerber/innen, die nach Möglichkeit sowohl über ein medizinisch-psychiatrisches Qualifikationsprofil verfügen, als auch über ausgewiesene wissenschaftshistorische Kenntnisse (wie z.B. als Medizinhistoriker/in). Erwartet wird eine aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe des Forschungsprogramms GMPG und die Bereitschaft, eigenständig Archivrecherchen durchzuführen. Gute kommunikative Fähigkeiten sowie Teamfähigkeit sind unabdingbar. Voraussetzungen für die Mitarbeit in unserem international besetzten Institut sind die sichere mündliche und schriftliche Kommunikation in deutscher und englischer Sprache.

Die Vergütung erfolgt gemäß TVÖD (E13 oder E14 je nach Qualifikation). Bewerbungen von Wissenschaftlern aller Nationalitäten sind willkommen; Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Die Max-Planck-Gesellschaft ist bemüht, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen und fordert diese ausdrücklich zur Bewerbung auf.


Ihre Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, einer wissenschaftlichen Arbeitsprobe, Zeugniskopien und einem Exposé Ihres Forschungsvorhabens (max. 5 Seiten) richten Sie bitte bis zum 06. März 2016 (23:59 Uhr MEZ) ausschließlich in elektronischer Form

unter der Kennziffer GMPG-Neurowissenschaften (MPG)

an das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) mit folgender Email-Adresse:

gmpgoffice@mpiwg-berlin.mpg.de