Aktuelles

16.000 Knochen-Fragmente auf Gelände der FU Berlin ausgegraben

Tagesspiegel logo„Einen solchen Gedenk- und Bildungsort gibt es bislang nicht und er würde es ermöglichen, immer wieder neu auftauchende wissenschaftsethische und wissenschaftspolitische Fragen zu diskutieren.“

Der Tagesspiegel-Artikelzitiert Florian Schmaltz, Koordinator des Forschungsprogramms "Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft" zur Entdeckung menschlicher Überreste auf dem Gelände der Freien Universität Berlin. Die Knochen wurden seit dem Jahr 2014 zunächst während Bauarbeiten, dann im Rahmen wissenschaftlicher Ausgrabungen gefunden. Es handelt sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um Teile der Sammlung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliches Erblehre und Eugenik, das sich zwischen 1927 und 1945 auf dem Grundstück befand. Die Knochenfunde können daher mit der NS- und der Kolonialzeit in Verbindung gebracht werden und stammen vermutlich von Opfern von Gewaltverbrechen.