Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW) gestartet
- Apr 20, 2026
- Institutsnachrichten
- Abt. AAKMax Planck Centre (CBCW)
- Dagmar SchäferLisa OnagaUte Meta BauerSaidul Islam
Die Max-Planck-Gesellschaft hat zwei Max Planck Center mit Singapur ins Leben gerufen. Dazu gehört das Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW), eine Kooperation zwischen dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und dem NTU Centre for Contemporary Art in Singapore.
Das Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW) ist eine neue gemeinsame Forschungsinitiative des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin und des NTU Centre for Contemporary Art (NTU-CCA) in Singapur (2026–2031). Es bringt Forscher:innen, Künstler:innen, Kurator:innen, Rechtswissenschaftler:innen und wissenshaltende Gemeinschaften zusammen, um sich mit einigen der drängendsten Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen: wie biologische Vielfalt und kulturelles Leben tiefgreifend miteinander verflochten sind, wie diese Verflechtung die Zukunft unseres Planeten prägt und welche Formen der Wissenspraxis erforderlich sind, um diese Realitäten zu verstehen und darauf zu reagieren.

Eröffnungsveranstaltung an der NTU Singapur, 2026.
Von links nach rechts: Professorin Ute Meta Bauer, Direktorin des NTU Centre for Contemporary Art Singapore; Prof. Dr. Dagmar Schäfer, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte; Professor Yohanes Eko Riyanto, Vorsitzender der School of Social Sciences der NTU; NTU-Vizepräsidentin (Internationales Engagement), Professorin Lee Pooi See; Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Patrick Cramer; deutsche Botschafterin in Singapur, Dr. Bettina Fanghänel; Vorsitzender der National Research Foundation, Singapur, Herr Heng Swee Keat; Vorsitzende des NTU-Kuratoriums, Frau Goh Swee Chen; NTU-Vizepräsident und Provost, Professor Christian Wolfrum; Direktor des Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Professor Peter Seeberger; Vizepräsidentin der NUS (Industrie), Professorin Ursula Oesterle; Geschäftsführer des A*STAR IMRE, Professor Loh Xian Jun; und der renommierte Universitätsprofessor der NTU, Chen Xiaodong.
Quelle: NTU Singapur.
Ein neues institutionelles Modell
CBCW ist als institutionelles Modell konzipiert, um die analytische Trennung zwischen Natur und Kultur in Frage zu stellen und über deren Folgen weit über den akademischen Bereich hinaus zu reflektieren. Die komplexen Fragen, die seine Arbeit prägen, motivieren zu Forschungen, die Strategien erfordern, die über einzelne disziplinäre oder institutionelle Rahmenbedingungen hinausgehen, da diese oft nicht in der Lage sind, die epistemischen, ethischen und politischen Dimensionen dieser Themen gleichzeitig zu behandeln. Das CBCW basiert auf der Prämisse, dass die Fähigkeit, interdisziplinär, über verschiedene Ansätze und Erkenntnistheorien hinweg rigoros zu denken, eine notwendige Voraussetzung ist, aus der neue und tiefgreifendere Formen der Forschung entstehen können.
Was ist Biocultural Worlding?
Biocultural Worlding beschreibt die aktiven, pluralistischen und fortlaufenden Prozesse, durch die menschliche und nicht-menschliche Wesen auf miteinander verflochtenes biologisches und kulturelles Wissen zurückgreifen, um gemeinsam die Zukunft unseres Planeten mit Sorgfalt, Gerechtigkeit und epistemischer Demut zu gestalten. Bei CBCW ist Biokulturelles Worlding gleichzeitig Gegenstand der Forschung und Leitbild für die Arbeitsweise des Center selbst: Es geht darum, Wissen über die Welt durch genuin pluralisierte, verantwortungsvolle und relationale Praktiken zu generieren, die alle Disziplinen, Traditionen und Gemeinschaften, die das Center zusammenbringt, einbeziehen.

Roundtable Conversation: Biocultural Methods for Future Pasts. Moderated by CBCW Co-Deputy Director Dr. Lisa Onaga (left), Novi Asti Lalasati, Firdaus Sani, Veronica Renner, Michael Stanley-Baker
Source: Ute Meta Bauer