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Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW) gestartet

Die Max-Planck-Gesellschaft hat zwei Max Planck Center mit Singapur ins Leben gerufen. Dazu gehört das Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW), eine Kooperation zwischen dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und dem NTU Centre for Contemporary Art in Singapore.

Das Max Planck–NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding (CBCW) ist eine neue gemeinsame Forschungsinitiative des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin und des NTU Centre for Contemporary Art (NTU-CCA) in Singapur (2026–2031). Es bringt Forscher:innen, Künstler:innen, Kurator:innen, Rechtswissenschaftler:innen und wissenshaltende Gemeinschaften zusammen, um sich mit einigen der drängendsten Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen: wie biologische Vielfalt und kulturelles Leben tiefgreifend miteinander verflochten sind, wie diese Verflechtung die Zukunft unseres Planeten prägt und welche Formen der Wissenspraxis erforderlich sind, um diese Realitäten zu verstehen und darauf zu reagieren.

Group of people standing in front of a screen. On the screen it shows the names of the two Max Planck Centers

(left to right) NTU Centre for Contemporary Art Singapore director Professor Ute Meta Bauer;  Director, Max Planck Institute for the History of Science Professor Dagmar Schäfer; NTU Chair of the School of Social Sciences Professor Yohanes Eko Riyanto; NTU Vice President (International Engagement) Professor Lee Pooi See; President of Max Planck Society Professor Patrick Cramer; German Ambassador to Singapore Dr Bettina Fanghänel; Chairman of the National Research Foundation, Singapore, Mr Heng Swee Keat; Chairperson of the NTU Board of Trustees, Ms Goh Swee Chen; NTU Deputy President and Provost Professor Christian Wolfrum; Director, Max Planck Institute for Colloids and Surfaces Professor Peter Seeberger; NUS Vice President (Industry) Professor Ursula Oesterle; A*STAR Executive Director, Institute of Materials Research and Engineering, Professor Loh Xian Jun; and NTU Distinguished University Professor Chen Xiaodong. 
Source: NTU Singapore

Ein neues institutionelles Modell

CBCW ist als institutionelles Modell konzipiert, um die analytische Trennung zwischen Natur und Kultur in Frage zu stellen und über deren Folgen weit über den akademischen Bereich hinaus zu reflektieren. Die komplexen Fragen, die seine Arbeit prägen, motivieren zu Forschungen, die Strategien erfordern, die über einzelne disziplinäre oder institutionelle Rahmenbedingungen hinausgehen, da diese oft nicht in der Lage sind, die epistemischen, ethischen und politischen Dimensionen dieser Themen gleichzeitig zu behandeln. Das CBCW basiert auf der Prämisse, dass die Fähigkeit, interdisziplinär, über verschiedene Ansätze und Erkenntnistheorien hinweg rigoros zu denken, eine notwendige Voraussetzung ist, aus der neue und tiefgreifendere Formen der Forschung entstehen können.

Was ist Biocultural Worlding?

Biocultural Worlding beschreibt die aktiven, pluralistischen und fortlaufenden Prozesse, durch die menschliche und nicht-menschliche Wesen auf miteinander verflochtenes biologisches und kulturelles Wissen zurückgreifen, um gemeinsam die Zukunft unseres Planeten mit Sorgfalt, Gerechtigkeit und epistemischer Demut zu gestalten. Bei CBCW ist Biokulturelles Worlding gleichzeitig Gegenstand der Forschung und Leitbild für die Arbeitsweise des Center selbst: Es geht darum, Wissen über die Welt durch genuin pluralisierte, verantwortungsvolle und relationale Praktiken zu generieren, die alle Disziplinen, Traditionen und Gemeinschaften, die das Center zusammenbringt, einbeziehen.

Five people seated in a semicircle on chairs around a small wooden table in a room with a green wall and two projection screens showing presentation slides

Roundtable Conversation: Biocultural Methods for Future Pasts. Moderated by CBCW Co-Deputy Director Dr. Lisa Onaga (left), Novi Asti Lalasati, Firdaus Sani, Veronica Renner, Michael Stanley-Baker
Source: Ute Meta Bauer