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Fynn Ole Engler, Mathias Iven und Jürgen Renn veröffentlichen Briefwechsel zwischen Einstein und Schlick

„Briefwechsel“ ist die erste Publikation, die die Korrespondenz zwischen dem Cover of Briefwechselrenommierten Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein und dem Gründer des „Wiener Kreises“ Moritz Schlick vollständig und mit fortlaufenden Anmerkungen abdruckt. Einige der hier abgedruckten Briefe Einsteins erscheinen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Dem Band sind Vorworte von Hanoch Gutfreund und Don Howard vorangestellt, die beide diese Publikation maßgeblich unterstützt haben.

Die Publikation gibt einen Einblick in die intensiven Debatten zwischen Wissenschaft und Philosophie, die durch die Relativitätstheorie und die Quantentheorie ausgelöst wurden. Bis heute haben sie einen entscheidenden Einfluss auf unser Verständnis der Natur. Darüber hinaus unterstreicht der Briefwechsel die Vertrautheit von Einstein und Schlick und zeigt die historischen Umstände, in denen sie lebten.

Durch ihre Aktivitäten haben Einstein und Schlick zur Vertiefung einer engen Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Philosophie beigetragen, aber auch den Aufbau politisch und gesellschaftlich wirksamer Institutionen mitbestimmt. Die Kommunikation bricht wenige Monate nach der Machtübernahme Adolf Hitlers ab. Einstein emigriert kurze Zeit später in die USA und Schlick wird 1936 auf den Stufen der Universität Wien ermordet. Die Briefe dokumentieren so zugleich das Ende der Epoche einer wissenschaftlichen Philosophie, die gerade durch die Arbeiten Einsteins und Schlicks einen ihrer Höhepunkte erlebte.